Interdisziplinäre Corona-Ringvorlesung: Prof. Dr. Gottfried Schweiger - Menschenrechte und Gesundheit in der Covid19 Pandemie

Anja
 Besand
Anja Besand
39 Medien
hochgeladen 26. Januar 2021

Dr.Gottfried Schweiger arbeitet als Philosoph am Zentrum für Ethik und Armutsforschung der Universität Salzburg. Dort leitete er das Projekt "Social Justice and Child Poverty", Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der Philosophie der Kindheit, Armut und sozialer Gerechtigkeit Er ist Co-Herausgeber der "Zeitschrift für Praktische Philosophie" und der Springer Buchreihe Philosophy and Poverty. Gemeinsam mit Norbert Paulo betreibt er den Philosophieblog praefaktisch.de, auf dem gerade auch aktuelle philosophische Texte zur COVID-19-Pandemie erscheinen (https://www.praefaktisch.de/covid-19. In seinem Beitrag beschäftigt er sich mit der Frage, inwiefern die COVID-19-Pandemie eine Verletzung des Menschenrechts auf Gesundheit darstellt. Manche soziale Gruppen sind besonders gefährdet, infiziert zu werden oder zu erkranken und die Möglichkeiten, adäquate medizinische Behandlung zu erhalten, sind insbesondere im globalen Maßstab äußerst ungleich verteilt. Beides ist aus menschenrechtlicher Sicht problematisch.

_____

Das Sommersemester 2020 ist ein besonderes Semester. Die TU Dresden ist aufgrund der globalen Corona Pandemie im Notbetrieb. Lehrveranstaltungen finden trotzdem statt. Um unseren Studierenden und der interessierten Öffentlichkeit ein sinnvolles Angebot zu machen haben wir an der Philosophischen Fakutät in Kooperation mit der Katholischen Akademie des Bistums Dresden-Meißen eine digitale Ringvorlesung entwickelt über die wir uns aus sozial-/kultur- und geisteswissenschaftlicher Perspektive mit der Corona Pandemie und der durch sie aufgeworfenen Fragen beschäftigen. Im Kontext dieser Krise entstehen nicht nur Problem – es ergeben sich gleichzeitig nicht unerhebliche Chancen. Eine Chance, die sich bereits deutlich abzuzeichnen beginnt, betrifft die Wissenschaftskommunikation. Diese Chancen werden gegenwärtig von Wissenschaftler*innen aus dem Bereich der Medizin, der Virologie und Epidemiologie genutzt. Wir wollen ihnen das Feld nicht überlassen und uns stattdessen mit politischen, sozialen, psychologischen, theologischen und philosophischen Fragen beschäftigen. Es geht um den Umgang mit der Angst, sprunghafte Lernprozesse im Moment der Krise, um Krisenkommunikation und -Steuerung, sowie um Krankheitsbewältigung und Solidarität.

Die Beiträge, die wir für Sie zusammengestellt haben, sind jeweils ca. 30 Minuten lang und mit Hinweisen versehen wie das Thema mit Literatur selbstständig vertieft werden kann. Sie werden als Audios bereitgestellt und als Texte zum Mitlesen. Im ein oder anderen Fall finden Sie auch einen Foliensatz mit Illustrationen und Graphiken.

In diesem Sinne - Für Lernen ist es nie zu spät.

0 Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare. Fügen Sie einen Kommentar hinzu.